Qué bonito, Puerto Rico

Amerika, oder nicht, das ist hier die Frage… Wie lebt man in einem US Amerikanischen Freistaat, ohne eigene Aussenpolitik? Ist die Kultur eine eigene puertoricanische, oder ist sie amerikanisch?
Fragen über Fragen – deshalb, nichts wie hin! In San Juan laufen wir im Club Nautico zum ersten Mal seit fast 4 Wochen in eine Marina ein. Wasser und Strom für BunaLuna, eine Süsswasserdusche für die Crew!
Das Mietauto wurde schon vorgänging reserviert, damit erkunden wir den Nationalpark El Yunque und fahren an die Südküste bis nach Ponce, geniessen die schöne Altstadt von San Juan und bereiten BunaLuna für die nahende Transatlantik vor. So steht auch Einkaufen auf dem Programm. Wie beladen BunaLuna mit 250 Litern Trinkwasser, ergänzen Vorräte bis ca. 20 Kilo Reis, Pasta, Coucous, Quinoa und allem möglichen, was uns auf dem Atlantik sättigen wird.
Zu unserer Freude, laufen früher als erwartet auch unsere Freunde mit der SVEA ein und wir sehen uns doch noch vor den Bermudas wieder. Wir erzählen von unserem Besuch im Nationalpark, wo es zwar ein wunderschöner Regenwald hat, die „Wanderwege“ jedoch alle geteert sind. Auch vom kolonial Städtchen Ponce wollen sie wissen und erfahren, dass es uns sehr gut gefallen hat, jedoch leider kaum Leben in den schönen Häusern herrscht, so hat es auch keine Kaffees oder Restaurats auf den schönen Plätzen, wohl aber stets in sicheren Abständen eine Fastfood-Filiale anzutreffen ist. Die Altstadt von San Juan kommt uns daher vor, wie ein kleines spanisches Paradies. Hier gibt’s ebendiese Kaffees, Restaurants und Bars, Menschen die sich amüsieren und die traumhafte Altstadt zu leben erwecken. Auf unsere Frage ob eher Amerikanisch oder Puerto-ricanisch fällt uns ein, dass es wohl ein Gemisch ist. Parkplätze, Malls und Fastfoodketten sind wohl eher den Amerikanern zuzuordnen, während die Kolonialbauten und das fröhliche Leben darin wohl eher spanische oder eben puerto-ricanische Kultur ist. Sicher ist, die Menschen hier geben uns das Gefühl willkommen zu sein, die Insel und die Stadt gefällt uns gut und wir sind schon mal wieder länger hier als eigentlich geplant gewesen wäre. Mitunter ein Grund dafür sind unsere Europäischen „Campinggas“ Flaschen, normalerweise werden die einfach gegen eine volle Flasche ausgetauscht, jedoch nicht in den US Gebieten, da gibt es nur Amerikanische Propanflaschen. Wir versuchen unser Glück überall und einmal hat der Gashändler die Flaschen sogar angenommen, wir waren uns sicher, dass es klappen würde. Aber nein, sie kamen leer zurück.
Also wurde das Internet gefragt, und es wurden Anleitungen studiert zum Flaschen selber umfüllen.
In einer Nachmittagsaktion konnten wir so unsere Gasflasche selber füllen. Jetzt sollte der Vorrat bis auf die Azoren reichen.