Schlussspurt

Dem kann man wirklich so sagen.
Nach drei Tagen sehr schwachen Bedingungen haben wir gestern morgen früh endlich eine stärkere Ost Wind Zone erreicht. Das Meer hat sich manchmal so glatt gezeigt, dass sich der Mond im Wasser spiegelt. So kam es auch, dass wir erst nach 5 Tagen die Hälfte der Strecke zurückgelegt haben. Jetzt gehts Vorwärts, die Leichtwindsegel sind verstaut und das Boot krängt konstant nach Backbord.
Wir sind gleichzeitig unterwegs wie die SVEA und die MARLENE und sind täglich via Satellit und Email in Kontakt, tauschen Wetter und Positionen aus. Drei Schiffe, drei verschiedene Startorte, alle das gleiche Ziel. Aber alle in anderen Bedingungen. Täglich wird es etwas kühler, vor allem Nachts sind wieder Socken, Jacke und lange Hose nötig. Die Wassertemperatur ist von 29 bereits auf 26°C gefallen. Wir durchqueren nun die Saragossa-See.
Dieses Meeresgebiet ohne Küsten und Inseln ist mit einer Fläche von rund 5,3 Millionen Quadratkilometern größer als das Mittelmeer und das Karibische Meer zusammen. Es liegt im Wirbelschatten des Antillenstroms, der vor der Küste Floridas zum Golfstrom wird. Durch die Fliehkräfte der Strömungen rundum liegt der Meeresspiegel im Zentrum etwa einen Meter unter dem des umgebenden Atlantiks.
Also segeln wir nun weiter gegen die Strömung und werden voraussichtlich am Samstag Morgen auf den Bermudas eintreffen.